Scorewerte

Die Scorewerte beziehen sich gleichfalls auf ein Auskunftsverfahren, das bereits in der Vergangenheit liegt. Hierbei wird vor allem die Zuverlässigkeit des Kreditnehmers bewertet, da sich ein angestammtes Verhalten gewöhnlich fortsetzt. Desweiteren werden nahezu identische Vergleichswerte anderer Datenstämme ausgewertet und deren darauffolgendes Kreditverhalten als Statistik bewertet. Aus diesem Grunde wird der Scorewert mehr oder weniger statistisch aufgezeigt und erfolgt auf einer rein mathematischen Berechnungsbasis. Die Schufa selbst beurteilt den Scorewert als analysierenden Durchschnittswert für eine somit mögliche Kreditaufnahme. Zudem kann bei negativen Datensätzen kein Scorewert ermittelt werden, was einen weiteren Sicherheitsfaktor für den Kreditgewährenden darstellt.

Den Scorewert noch detailierter zu beleuchten ist durch das Schufa-DSS (Schufa Decision Support System), eine optimierte Entscheidungshilfe gegeben. Mittels dieses sehr hochentwickelten Prognoseverfahrens ist sofort und zuverlässig eine Bonitätsprüfung des künftigen Kreditnehmers realisierbar. Diese sekundenschnelle Auswertung und ausgezeichnete Datenflexibilität gibt gerade dem Verkauf die Chance einer beruhigenden Risikominimierung.

Wobei an dieser Stelle noch zu erwähnen ist, dass Scoring keine moderne Entwicklung darstellt, sondern bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA seine erfolgreiche Anwendung fand. Europa griff das Scoring in etwa 20 Jahre später auf und entwickelte das Verfahren kontinuierlich weiter. Die Schufa selbst hat die Methode nun knapp zwei Jahrzehnte im Programm und setzt sie erstklassig via EDV um. Die somit beinhaltete Wahrscheinlichkeitsrechnung (Stochastik) findet natürlich auch im normalen Wirtschaftsleben (Prognosenerstellung, Entwicklungsberechnung, Investitionsmöglichkeiten, Umsatzsteigerungspotentiale, etc.) ihre abgewandelte Nutzung.

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